Berliner Frauenbund feiert 25-jähriges Jubiläum der Loewinnen-Weiterbildung

Dazu laden die beiden Absolventinnen der frühen Jahrgänge, Johanna Erdmann und Christine Ziegler, am Internationalen Frauentag in die von ihnen mit gegründete Regenbogenfabrik ein.

Am Mittwoch, dem 8. März 2017, lautet das Motto:

Kennenlernen – Wiedersehen – Netzwerken – Genießen!

Ab 18 Uhr haben alle Loewinnen-Teilnehmerinnen, Supervisorinnen, Referentinnen und Kursleiterinnen aus 25 Jahrgängen Gelegenheit, mit sich und weiteren interessierten Frauen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Soziales und Kultur (wieder) ins Gespräch zu kommen.

Für die passende Unterhaltung sorgt ab 20 Uhr das Kulturprogramm

Weiber – Luder - Hexen

Frauenlieder mit Christa Weber und Daniel Gerzenberg am Klavier

In frecher, kabarettistischer und besinnlicher Manier handeln die Balladen und Lieder unter anderem von der Rache der Seeräuber-Jenny, dem Mut einer als „Hexe“ angeklagten Wäscherin, dem Schicksal einer Eigenbrötlerin, dem Leben einer Flaschensammlerin oder dem Kampf einer Arbeitermutter.

Seien Sie gespannt auf einen anregenden Abend und intensiven Austausch!

Bitte melden Sie sich bzw. ihr euch an. Hier finden Sie die Einladung und das Anmeldeformular.

Willkommen sind auch interessierte Frauen, die noch keinen Loewinnen-Lehrgang absolviert haben.

Bei Anmeldung bitten wir um Überweisung von 10 Euro pro Person für das Rahmenprogramm an den Berliner Frauenbund 1945 e.V., Konto DE89 1203 0000 0019 2994 94.

Wir freuen uns auf einen interessanten und unterhaltsamen Abend im Kino der REGENBOGENFABRIK in der Lausitzer Straße 22, 10999 Berlin-Kreuzberg.

 


 

Werte haben - Werte leben
Das 6. Netzwerktreffen der Löwinnen

Eine Vertreterin des Berliner Wassertisches und eine Mitarbeiterin der Berliner Wasserbetriebe trinken an einem Samstag zusammen Tee - das gibt es nur bei den Löwinnen. Am 5. November 2011 war es wieder soweit: 23 Frauen aus verschiedenen Jahrgängen der Löwinnen kamen in der Wille in der Wilhelmstraße zum Netzwerktreffen zusammen, das von Frau Marina Matthies und Frau Gabriele Mertinat moderiert wurde. Das Thema war vielversprechend, der Veranstaltungsort in einem schönen Altbau gelegen, und auch für das leibliche Wohl wurde gesorgt. Umrahmt von Anfangs- und Abschlussrunde, gliederte sich das Programm in fünf Hauptpunkte: erstens die Anfertigung eines Wertewappens, zweitens die Vorstellung des Flow-Modells von Mihaly Csikszentmihalyi, drittens das Wertekarussell, viertens das Zeichnen eines Wertediagramms und fünftens den Marktplatz. Zum Abschluss des Tages gab es einen Umtrunk. Es war ein typisches Löwinnen-Seminar, in dem viel gezeichnet, gelacht und gesprochen wurde.

Der Wertebegriff wurde, jenseits gesellschaftlicher Normen, auf die individuellen Werte der Anwesenden beschränkt. So ging es um das, was jeder Frau wichtig ist. Und das wurde sukzessive herausgearbeitet. Bis zum Mittagsessen ging es um das Wertewappen: Zunächst hat jede Frau, mit A 2-Papier und Wachsmalern bewaffnet, ein individuelles Wertewappen entworfen, das die Schlüsselelemente des eigenen Werdegangs und das wichtigste Ziel zeigte. Die Ergebnisse wurden daraufhin erst in Paaren dann im Plenum diskutiert. In der Pause konnte bei Häppchen, Sandwiches und Kürbissuppe weiter geplaudert werden. Nachdem mit einem Spiel dem Suppenkoma vorgebeugt worden war, stellte Frau Matthies das Flow-Erlebnis vor: In einem dreidimensionalen Diagramm mit den Achsen Werte/Ziele, Herausforderungen und Fähigkeiten lässt sich die berufliche Zufriedenheit graphisch darstellen - der Aha-Effekt war vorauszusehen.

Dann kam das Wertekarussell an die Reihe. Dabei saßen die Teilnehmerinnen in zwei parallelen Stuhlkreisen. Die Moderatorinnen lasen eine Frage vor, die jede Frau ihrem Gegenüber beantworten sollten, bevor sich das Karussell drehte, indem eine von Ihnen einen Stuhl weiterrückte. Dann ging es mit der nächsten Frage weiter. Das Ganze hatte Ähnlichkeit mit einem Speed-Dating, was für allgemeine Erheiterung sorgte und eine sehr ausgelassene Stimmung schuf - den schwierigen Fragen zum Trotz. Die Wertethematik wurde mit einem individuellen Wertediagramm abgeschlossen, das jeder Teilnehmerin die Möglichkeit gab, den Ist-Zustand der bisherigen Prioritäten-Setzung ihrem Wunsch-Zustand gegenüberzustellen. Anschließend konnte jede Frau auf dem Marktplatz Mitstreiterinnen für die eigenen Projekte gewinnen oder auf eigene Veranstaltungen hinweisen. Einiges davon findet sich am Ende dieses Artikels. Schließlich wurde nach einer spannenden Abschlussrunde zum Umtrunk geladen.

Und das Fazit?
Das 6. Netzwerktreffen hat gleichzeitig einen Blick in die eigene Wertewelt, einen Perspektivenwechsel und neue Kontakte ermöglicht. Und ob die Damen vom Wassertisch und von den Wasserbetrieben Freundinnen geworden sind, werden sie uns vielleicht beim nächsten Netzwerktreffen verraten.

Sonya Belkacem

 

P.S.: Hier noch die Liste mit den Vernetzungsangeboten

Wer

Was

Kontakt

Johanna Erdmann

bietet Mitarbeit beim Berliner Wassertisch

johanna.erdmann@gmx.de

Hildegard Hofer

bietet bei der Rheumaliga Bewegungskurs für Fibromyalgie-Patienten.

hildegardhofer@gmx.de

Katharina Husemann

bietet einen Büroarbeitsplatz für PR und Kommunikation im K-Salon an.

katharina@husemanns.de

Julia von Randow

sucht Interessierte zum Thema "Schule neu denken" - Nachdenken über alternative Schulkonzepte.

j.randow@lette-verein.de

Julia Schuleri

gründet Diskussionskreis zum Thema Werte.

julia.schuleri@gmx.de

Brigitte Stach-Wolf

sucht Mitspieler in Akkordeon-Band in Rudow, Anfängerinnen sind willkommen.

brigitte.stach-wolf@bwb.de

 


 

Gut gefeiert, Löwin!
20-jähriges Jubiläum der Löwinnen im Roten Rathaus

Knapp hundert Löwinnen aus 19 Lehrgängen, Supervisorinnen, Referentinnen, Kursleiterinnen und - Initiatorinnen sowie interessierte Frauen aus Politik, Kultur und Soziales fanden am 13. November den Weg ins Rote Rathaus - und feierten die Erfolge der Löwinnen. Dass das Projekt mal sein 20-jähriges Jubiläum feiern würde, hätte sich 1990 keine der Gründerinnen vorstellen können. Damals, als der Berliner Frauenbund das Projekt "Mehr Frauen in die öffentliche Verantwortung" zur Qualifizierung von Frauen für soziale, kulturelle und politische Leitungsaufgaben, kurz "Die Löwin", initiierte, war die Mauer gerade gefallen.

In ihrer Eröffnungsrede schilderte Projektleiterin Marina Matthies, wie sie 1993 mit Hilfe einer elektrischen Schreibmaschine und eines Sparschweins die Projekt-Arbeit begann: "Jede, die damals das büroeigene Telefon nutzen wollte, musste erst das Wählscheiben-Schloss aufschließen, um die Nummer wählen zu können und dann 20 Pfennig Unkostenbeitrag in dieses Schweinchen stecken", so Marina Matthies.

Damals engagierten sich Frauen in humanitären Projekten, Verbänden, Vereinen und Parteien - doch in den ehrenamtlichen Entscheidungsfunktionen tauchten sie kaum auf. Vorstände, Funktionäre und Ausschussvorsitzende waren allesamt: Männer. "'Den Männern die Ehre, den Frauen die Arbeit' - so sah die gesellschaftliche Realität des bürgerschaftlichen Engagements vor 20 Jahren aus", erklärte Marina Matthies. Das frauenpolitische Motto lautete "Frauen in die Vorstände". Es hat auch heute nichts von seiner Aktualität verloren. Auch die Frauenpolitikerin und Mitgründerin der Überparteilichen Fraueninitiative Berlins, Carola von Braun, beschrieb die politische Landschaft der 90er Jahre und zog in ihrer Rede Vergleiche zur heutigen Situation von Frauen in Beruf und Politik.

In einer moderierten Gesprächsrunde blickten dann Gründerinnen, Referentinnen und Teilnehmerinnen in die Projektgeschichte. Sie berichteten über "Das Jahr der dicken Bäuche" - als einige Kursteilnehmerinnen und Referentinnen schwanger waren - erklärten, welche Vorteile Poker-Mienen zum Beispiel in Verhandlungen haben können, erzählten von Redaktionssitzungen des Löwinnen-Newsletters und tauschten sich über Erfolgsgruppen in den Lehrgängen aus.

Supervisorin Hanne Theurich bat die Teilnehmerinnen danach zu persönlichen Interviews, in denen die Frauen Erfahrungen und Geschichten aus 19 Lehrgängen zusammen trugen. "Toaster" und "Waschmaschine" kamen dabei ebenso zur Aufführung wie die Anfänge der erfolgreichen Löwin Marina Burd. Die Gründerin und Geschäftsführerin von Mitra e.V. , heute ein Unternehmen mit 140 Arbeitsplätzen in deutsch-russischen Kitas und Schulen, gehörte zu den ersten Teilnehmerinnen.

Ein Höhepunkt des Nachmittags war der Auftritt von Inszenio. Die Schauspielerinnen des Improvisationstheaters hatten sich bereits zur Beginn des Netzwerktreffens unter die Gäste gemischt und führten die gehörten und beobachteten Löwinnen-Geschichten sehr zur Erheiterung aller Anwesenden in unterschiedlichen Stücken auf. Herausragend war die abschließende Hymne "Ich bin eine gute Zeitmanagerin". Der vollständige Text wird in der Festschrift zur Jubiläums-Veranstaltung Anfang 2011 zu lesen und nachzusingen sein.

Beim anschließenden Büffet gab es dann die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, um berufliche Interessen zu vernetzen und Erfahrungen auszutauschen sowie beim bewährten Markt der Möglichkeiten eigene Initiativen und Projekte vorzustellen.

Begleitend zum Löwinnen-Treffen präsentierte die Ausstellung "Löwinnen zeigen Gesicht" eine kleine Auswahl erfolgreicher Löwinnen.

Und hier finden Sie Galerien von Bildern der Jubiläumsfeier sowie von Löwinnen, die Gesicht zeigen.
(Passwortgeschützter Zugang nur für Teilnehmerinnen der Jübiläumsveranstaltung)

Britta Geithe

 


 

Rückschau auf das 4. Netzwerk-Treffen der Löwinnen
am 14. November 2009

Entscheiden und entschieden sein

 

"Entscheidungen" war das Thema des diesjährigen Netzwerktreffens im Kuppelsaal der "Die Wille" in Kreuzberg.

Gemeinsam mit mehr als 30 Frauen

  • konnten wir unser Netzwerk flechten, indem wir uns alle vorstellten;
  • haben wir feststellen können, dass die Gefühle nach getroffenen Entscheidungen eher positiver als negativer Art sind;
  • haben wir das Entscheidungsrad anhand anregender Fragen gedreht wie "Mit welchen Strategien können wir Entscheidungen erfolgreich aus dem Weg gehen?";
  • konnten wir anhand eines Entscheidungsprozesses die unterschiedlichen Argumente eines inneren Teams kennen lernen;
  • haben wir die 4-Raum-Wohnung der Entscheidung (Raum der Zufriedenheit, der Auseinandersetzung, der Unzufriedenheit und der Leugnung) kennen gelernt;
  • hatten wir die Gelegenheit einzelne Projekte von Frauen näher kennen zu lernen;
  • konnten wir uns zum Schluss bei Sekt und Saft in unterschiedliche Gespräche vertiefen.
Kurzum: Ein anregender, kurzweiliger, kommunikativer Tag, für den wir uns bei Marina Matthies und Lisa Fernkorn herzlich bedanken möchten.

Marianne Ludwig

 


 

Rückschau auf das 3. Netzwerk-Treffen der Löwinnen
am 15. November 2008

Frauen - Macht - Karriere – Strategien zum persönlichen Erfolg

 

Unter diesem Motto stand das Netzwerktreffen der Löwinnen des Berliner Frauenbundes am 15. November 2008. Im großen Saal der Wille trafen sich über 30 Teilnehmerinnen aus 17 Lehrgängen zum Wiedersehen, Kennen lernen und Vernetzen.

Marina Matthies (Projektleiterin der Fortbildung Die Löwin) und Lisa Fernkorn (Supervisorin) führten durch das Programm und moderierten den Tag - mit Unterstützung von Marianne Ludwig von der Wille gGmbH, in deren Räumen das Treffen stattfand.

Um persönliche Erfolgsstrategien aber auch Stolpersteine auf dem Weg zum Erfolg ging es beim so genannten Kugellager. Bei dieser Methode wechselten die Frauen alle fünf Minuten ihre Gesprächspartnerinnen. Auch beim Expertinnengespräch ging es um Erfolgsstrategien. Die Soziologin Christa Fricke und die Journalistin Britta Geithe informierten über die Situation von Frauen in Führungspositionen und über persönliche Karrierestrategien.

In der Pause bauten drei Projektgruppen je eine Erfolgspyramide, die sie anschließend der gesamten Gruppe vorstellten. Und auf einem Markt der Möglichkeiten hatten die Frauen dann Zeit, eigene Projekte vorzustellen und für sie zu werben. So informierte Andrea Weicker vom Landeselternausschuss Kita über das aktuelle Kita-Volksbegehren und Nicola Boelter, Gisela Hillmann und Margitta Lück warben für Erfolgsteams.

Während des Netzwerktreffens gab es neben einem leckeren Büffet auch einen besonderen Kaffee zu trinken: Saskia Thiel von AWO-International stellte den speziellen AWO-Kaffee vor und berichtete über ein Fair-Trade-Kaffeeprojekt in Peru. Wer Lust hat, den Kaffee auch im Alltag zu probieren, kann sich an folgende Adresse wenden: mail@awointernational.de

B. Geithe